Bauleitung: eine komplexe Aufgabe

Die Webseite www.bauleiter-plattform.de informiert Sie als Baufachmann, insbesondere als Bauleiter, über wichtige Themen rund um die Berufspraxis der Bauleitung. Für Ihre tägliche Arbeit auf der Baustelle haben wir aus unserem Verlagsprogramm das passende Know-how für Bauleiter zusammengestellt. Die Webseite bietet Ihnen außerdem praxisgerechte Arbeitshilfen und nützliche Ergänzungen zu unseren Fachbüchern.

Bauleiter organisieren, koordinieren und kontrollieren die ordnungsgemäße und termingerechte Ausführung. Zu den wesentlichsten Aufgaben des Bauleiters gehören

Der Bauleiter hat darüber zu wachen, dass der Entwurf des Entwurfsverfassers umgesetzt und die öffentlich-rechtlichen Vorschriften sowie die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst und der Technik entsprechend beachtet werden. Er hat im Rahmen dieser Aufgabe das richtige Ineinandergreifen der einzelnen Ausführungsgewerke auf der Baustelle sicherzustellen und die Umsetzung der im Entwurf definierten und in der Baugenehmigung bestätigten Qualitäten und Quantitäten zu überwachen.

Der Bauleiter ist damit ein wichtiges Bindeglied zwischen den vorlaufenden Entwurfstätigkeiten der Architekten und Ingenieure und der eigentlichen Bauausführung.

Diese verantwortungsvolle Tätigkeit an der Nahtstelle zwischen Planung und Ausführung erfordert nicht nur umfassende Fach- und Rechtskenntnisse. Als Vermittler zwischen Bauherren, Architekten, Fachplanern, Auftraggebern, Auftragnehmern, Subunternehmern und Lieferanten benötigen Bauleiter auch Organisationstalent und Erfahrung im Umgang mit Menschen.

 

Ihre Pflichten bei der Baugenehmigung

Die Baugenehmigung ist durch den Bauherrn einzuholen – richtig?
„Die Baugenehmigung ist Sache des Bauherrn“, heißt es dann immer wieder. Das ist grundsätzlich auch richtig – weil der Bauherr im Regelfall die für die Durchführung der Baumaßnahme notwendigen Genehmigungen beizubringen hat. Er hat dann auch die Baugenehmigung zu beantragen. Damit trifft den Bauherrn das Risiko, dass es im Genehmigungsprozess zu Schwierigkeiten kommt oder z. B. ein Nachbar erfolgreich Widerspruch einlegt. Die ausführenden Unternehmer können sich dann auf Behinderung berufen.

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Bauleiter digitalisieren ihre Baustelle

Als Bauleiterin oder Bauleiter sind Sie es, der die digitalen Helfer einsetzt. Ihre Kunden und Auftraggeber erleben so eine neue Form der Zusammenarbeit mit Ihnen, Ihre Lieferanten freuen sich über konkrete Bestellungen und Abrufe für Baumaterial und die Buchhaltung in Ihrem Hause braucht nicht mehr die leidige Frage nach dem Verbleib der Lohnzettel zu stellen. Die Digitalisierung bedeutet an dieser Stelle, dass Sie alle Daten und Informationen so erfassen, dass Kunden, Auftraggeber, Lieferanten und Ihr Büro diese auch ohne weiteres Zutun verarbeiten können. Das erspart den sogenannten Medienbruch.

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21. Münchner bzw. 18. Kölner Bauleitertage – Programm steht fest, jetzt anmelden!

21. Münchner Bauleitertage – 20./21. November 2017
18. Kölner Bauleitertage – 26./27. Februar 2018

   

Nachträge – Abnahme – Zahlung – Kaufrecht

Mit Blick auf die Baurechtsreform 2018

Die Reform des Bauvertragsrechts wird zum 1.1.2018 grundlegend neue gesetzliche Regelungen und einschneidende Veränderungen für Auftraggeber und Auftragnehmer bringen. Die Auswirkungen auf die Praxis werden für alle Baubeteiligten ganz erheblich sein:

  • Es wird eigene Regelungen für Bau-, Architekten- und Ingenieurverträge geben
  • Die kaufrechtliche Mängelhaftung wird modifiziert
  • Die neuen Verbraucherverträge bringen bedeutende Neuerungen für beide Seiten
  • Das einseitige Anordnungsrecht des Bestellers wird schon jetzt kontrovers diskutiert
  • Und, und, und…

Die 21. Münchener bzw. 18. Kölner Bauleitertage werden Sie auf diese baurechtlichen Veränderungen vorbereiten und Ihnen die damit verbundenen Vor- und Nachteile darlegen.

Doch nicht nur das!

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Bedarfspositionen in Ausschreibungsunterlagen

Bedarfspositionen – ins LV aufnehmen oder besser nicht?

„Bedarfspositionen sind grundsätzlich nicht in die Leistungsbeschreibung aufzunehmen.“ (§ 7 Abs. 1 Nr. 4 VOB/A)

Die Formulierung in der VOB lässt zwar ein Hintertürchen offen, weist jedoch unmissverständlich auf den Ausnahmecharakter dieses Positionstypus hin. Bedarfspositionen (auch als Eventualposition benannt) dürfen nach gängiger Rechtsprechung nicht dazu verwendet werden, die Mängel einer unvollständigen Planung zu kaschieren. Bei der Vergabe dürfen Bedarfspositionen, bei denen im LV nur der EP anzugeben war und die somit nicht in die Angebotsendsumme einfließen, nicht gewertet werden, d. h., der AG darf das Ausschreibungsergebnis durch „Aktivierung“ von Bedarfspositionen nicht verändern. Andernfalls könnte der AG die Bieterreihenfolge durch die Auswahl von Bedarfspositionen beliebig steuern.

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