Schlagwort-Archive: Nachträge

Bedarfspositionen in Ausschreibungsunterlagen

Bedarfspositionen – ins LV aufnehmen oder besser nicht?

„Bedarfspositionen sind grundsätzlich nicht in die Leistungsbeschreibung aufzunehmen.“ (§ 7 Abs. 1 Nr. 4 VOB/A)

Die Formulierung in der VOB lässt zwar ein Hintertürchen offen, weist jedoch unmissverständlich auf den Ausnahmecharakter dieses Positionstypus hin. Bedarfspositionen (auch als Eventualposition benannt) dürfen nach gängiger Rechtsprechung nicht dazu verwendet werden, die Mängel einer unvollständigen Planung zu kaschieren. Bei der Vergabe dürfen Bedarfspositionen, bei denen im LV nur der EP anzugeben war und die somit nicht in die Angebotsendsumme einfließen, nicht gewertet werden, d. h., der AG darf das Ausschreibungsergebnis durch „Aktivierung“ von Bedarfspositionen nicht verändern. Andernfalls könnte der AG die Bieterreihenfolge durch die Auswahl von Bedarfspositionen beliebig steuern.

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Münchner und Kölner Bauleitertage rund um Mängel – Haftung – Bauzeitverzögerungen

Das 2-tägige Intensiv-Seminar für Bauleiter, das am 6. und 7. Februar 2017 in Köln stattfindet, dreht sich dieses Mal rund um die Themen Mängel, Haftung und Bauzeitverzögerungen.

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Die Themen auf den 2-tägigen Bauleitertagen:

  • Praxiswissen Baumängel:
    – Wann ist ein Mangel ein Mangel?
    – Mängelrechte vor der Abnahme
    – Mängelrechte nach der Abnahme
  • Haftung für Vorlieferanten, Beratungspflichten und Planungsverpflichtung des Auftragnehmers
  • Homogenbereiche anstatt Bodenklassen: Die Auswirkungen der neuen Regelungen der VOB/C
  • Rechtssicherer Schriftverkehr und Dokumentation zu Baumängeln und gestörtem Bauablauf

Zusätzlich gibt direkt im Anschluss am 8. Februar 2017 noch zwei parallele Intensiv-Tagesseminare zu den Themen:

  • Praktisches Baustellenmanagement für Bauleiter
  • Praxiswissen VOB/C für Bauleiter
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Nachträge und Nachtragsprüfung

Eine Besonderheit beim VOB-Vertrag ist, dass der Auftraggeber während der Bauausführung sowohl den Bauentwurf ändern als auch weitere zusätzliche Leistungen,
die zur Erbringung der Vertragsleistung notwendig werden, anordnen darf. Grundsätzlich ist der Auftragnehmer verpflichtet, diesen Anordnungen nachzukommen; ihm steht jedoch eine angepasste Vergütung zu.

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